WordPress-Updates sicher durchführen: Checkliste vor und nach dem Update

Ein neues WordPress- oder Plugin-Update wird im Dashboard angezeigt und ist schnell gestartet. Trotzdem solltest du nicht sofort auf „Aktualisieren“ klicken. Je nach Website können Abhängigkeiten zwischen WordPress, Plugins, Themes und der Serverumgebung eine Rolle spielen.

Mit der folgenden Checkliste bereitest du Updates vor, führst sie kontrolliert durch und prüfst anschließend, ob deine Website weiterhin wie erwartet funktioniert.

Warum Updates nicht einfach nebenbei laufen sollten

Updates beheben häufig Fehler oder Sicherheitsprobleme und können neue Funktionen enthalten. Gleichzeitig verändern sie Dateien und manchmal auch Datenbankstrukturen. Wenn mehrere Komponenten gleichzeitig aktualisiert werden, lässt sich bei einem Problem schwerer erkennen, welche Änderung die Ursache war.

Das bedeutet nicht, dass du Updates grundsätzlich vermeiden solltest. Sinnvoller ist ein planvolles Vorgehen mit Sicherung, Prüfung und einem kurzen Funktionstest.

Vor dem Update: Diese Punkte solltest du prüfen

1. Erstelle ein aktuelles Backup

Bevor du Änderungen an WordPress vornimmst, solltest du eine aktuelle Sicherung deiner Website erstellen. Dazu gehören mindestens die Datenbank und die Dateien. Prüfe außerdem, ob das Backup tatsächlich erstellt wurde und ob du weißt, wo es gespeichert ist.

Ein Backup ersetzt keinen Test. Es gibt dir aber eine Möglichkeit, bei einem schwerwiegenden Problem zu einem früheren Stand zurückzukehren. Weitere Grundlagen findest du im Beitrag zur Bedeutung regelmäßiger Backups.

2. Prüfe, was überhaupt aktualisiert werden soll

Öffne im Dashboard den Bereich für Aktualisierungen und verschaffe dir einen Überblick. Aktualisiere nicht blind alles auf einmal, wenn du die Änderungen anschließend nicht nachvollziehen kannst.

  • Welche WordPress-Version ist installiert?
  • Welche Plugins und welches Theme haben verfügbare Updates?
  • Gibt es Hinweise zu Inkompatibilitäten oder erforderlichen Mindestversionen?
  • Wird ein Plugin überhaupt noch benötigt?

Bei umfangreichen oder besonders wichtigen Websites kann es sinnvoll sein, Änderungen zunächst in einer Staging- oder Entwicklungsumgebung zu testen.

3. Vermeide ungünstige Zeitpunkte

Starte kein Update während einer wichtigen Veröffentlichung, einer laufenden Bestellung oder einer anderen zeitkritischen Aufgabe. Plane außerdem ausreichend Zeit für die Kontrolle danach ein. Ein Update sollte nicht in einem kurzen Zeitfenster gestartet werden, in dem du bei einem Problem nicht mehr reagieren kannst.

Die richtige Reihenfolge beim Aktualisieren

Eine starre Reihenfolge passt nicht zu jeder Installation. WordPress, Plugins und Themes können voneinander abhängig sein. Orientiere dich deshalb an den Hinweisen im Dashboard und an den Informationen der jeweiligen Entwickler.

Für viele Installationen ist folgende Vorgehensweise ein sinnvoller Ausgangspunkt:

  1. Backup erstellen und Ergebnis prüfen.
  2. Verfügbare Updates und Hinweise lesen.
  3. Falls vorhanden, Updates zuerst in der Staging-Umgebung testen.
  4. Updates möglichst einzeln oder in nachvollziehbaren Gruppen durchführen.
  5. Nach jedem wichtigen Schritt prüfen, ob das Dashboard weiterhin funktioniert.

Wenn du mehrere Komponenten gleichzeitig aktualisierst und danach ein Fehler auftritt, ist die Fehlersuche schwieriger. Bei einer unbekannten Ursache kannst du den Fehler zunächst systematisch nach Plugin, Theme oder Hosting eingrenzen.

Nach dem Update: Die wichtigsten Funktionstests

Rufe deine Website nach dem Update nicht nur auf der Startseite auf. Prüfe typische Wege, die Besucher und du selbst regelmäßig nutzen.

Öffentliche Website prüfen

  • Startseite und wichtige Unterseiten öffnen
  • Navigation und interne Links anklicken
  • Darstellung auf einem Smartphone oder in einem schmalen Browserfenster kontrollieren
  • Bilder, Schriften und eingebundene Inhalte prüfen
  • Kontaktformulare oder andere zentrale Funktionen testen

Dashboard prüfen

  • Erneut den Bereich für Aktualisierungen öffnen
  • Auf Warnungen oder Fehlermeldungen achten
  • Beiträge und Seiten testweise bearbeiten
  • Medien hochladen oder die Medienbibliothek öffnen
  • Benutzer- und Plugin-Einstellungen kontrollieren, sofern sie für die Website wichtig sind

Besondere Funktionen nicht vergessen

Je nach Website solltest du zusätzlich Funktionen testen, die nicht auf jeder Installation vorhanden sind. Dazu können Suchfunktionen, Weiterleitungen, individuelle Formulare oder spezielle Plugin-Funktionen gehören. Prüfe nur die Bereiche, die deine Website tatsächlich verwendet.

Was tun, wenn nach dem Update ein Fehler auftritt?

Bleibe zunächst ruhig und ändere nicht mehrere Dinge gleichzeitig. Notiere, wann der Fehler aufgetreten ist und welche Komponente zuletzt aktualisiert wurde. So bleibt die Fehlersuche nachvollziehbar.

  • Prüfe, ob nur eine einzelne Seite oder die gesamte Website betroffen ist.
  • Öffne das Dashboard und achte auf Hinweise.
  • Deaktiviere nicht wahllos mehrere Plugins.
  • Nutze vorhandene Fehlerprotokolle, wenn du damit umgehen kannst.
  • Stelle bei einem schwerwiegenden Problem das Backup nicht unüberlegt wieder her, sondern sichere zunächst den aktuellen Stand.

Bei technischen Eingriffen in Dateien, Datenbank oder Serverumgebung solltest du besonders vorsichtig vorgehen. Wenn du die Ursache nicht sicher einschätzen kannst, kann fachkundige Unterstützung sinnvoll sein.

Eine kurze Update-Checkliste

  • Backup von Dateien und Datenbank erstellt
  • Backup-Ergebnis geprüft
  • Verfügbare Updates und Hinweise gelesen
  • Staging-Test erwogen oder durchgeführt
  • Updates nachvollziehbar ausgeführt
  • Website und Dashboard geöffnet
  • Wichtige Funktionen getestet
  • Fehlermeldungen und Auffälligkeiten dokumentiert

Fazit: Erst sichern, dann aktualisieren und anschließend testen

WordPress-Updates sollten weder unnötig aufgeschoben noch unkontrolliert gestartet werden. Mit einem aktuellen Backup, einer kurzen Vorbereitung und gezielten Funktionstests reduzierst du das Risiko, dass ein Problem unbemerkt bleibt.

Führe Updates nachvollziehbar durch, prüfe die wichtigsten Bereiche deiner Website und greife bei Fehlern nicht vorschnell zu mehreren Änderungen. So bleibt klarer, was passiert ist und welcher nächste Schritt sinnvoll ist.

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